Textfeld: Rezensionen und Meinungen
Festkonzert zum Jubiläum
25 Jahre Marzahner Kammerchor

Im Jahre 1978 gegründet, blickt der Marzahner Kammerchor auf sein 25-jähriges Bestehen zurück. Bis 1996 von seiner Gründerin Marieluise Nellessen geleitet und geprägt, hat er ein beachtliches Leistungsniveau erreicht. Diese gute Entwicklung konnte auch unter dem jetzigen Chorleiter Michael Uhl, der den Chor 1996 übernahm, erfolgreich weitergeführt werden.

Geprägt war das Jubiläumsjahr durch viele anspruchsvolle Konzerte. Höhepunkt war das Festkonzert im Konzerthaus am Gendarmenmarkt am 28. September. Der Kleine Saal mit seinen etwa 380 Plätzen war ausverkauft. Besonders begrüßen konnten wir den Komponisten Kurt Schwaen sowie den ehemaligen Bürgermeister von Marzahn Dr. Harald Buttler, der dem Chor seit seiner Amtszeit sehr verbunden ist. Viel Beifall, anerkennende Worte und zahlreiche Blumengrüße nach dem Konzert waren der Lohn für eine intensive Arbeit.

Der Chor pflegt ein anspruchsvolles Repertoire und sucht derzeit Tenöre und Bässe. Montags ab 19.30 Uhr können unsere Proben im Gemeindezentrum, Maratstraße 100, besucht werden.

Klaus Bieräugel
in: Marzahn-Hellersdorfer Zeitung
Nr.11/2003

Sonntagskonzert des Berliner Sängerbundes
im Kammersaal der Berliner Philharmonie 21.12.2003

"...unter der inspirierten und temperamentvollen Leitung von Michael Uhl,"... "40 Minuten trefflich nutzten, um stilistisch weit gefächerte Chormusik und Chorsätze zu Weihnachtsliedern aus dem 16. Jh. zu Gehör zu bringen.: Zwischen dem doppeclchörigen "Duo Seraphim" (J.Gallus) und Mendelssohns "Denn er hat seinen Engeln" erblühte Glucks festlicher Chor "Hochh tut euch auf". Bachs Fassung des Weihnachtsliedes "In dulci jubilo" und Händels Chor aus Judas Maccabäus in der Europa-Cantat-Textfassung "Canticorum Jubilo" rahmten Distlers zartes "Ich brach 3 dürre Reiselein" ein, das Michael Uhl und sein Chor auch dynamisch und sprachlich überzeugend gestalteten."..."Die dann folgenden Weihnachtslieder, wieder kontrastreich angeordnet und schön musiziert, verbreiteten Freude und Besinnlichkeit im Wechsel. Höhepunkte waren ein von Annemarie Rubel sehr eindringlich gesungenes jiddisches Weihnachtslied und das Gospel "Amen, Mary had a baby", in dem Beate Obua als Teneuse solistisch überzeugte. Pointiert begleitend leitete Michael Uhl vom Flügel aus. Verdienter herzlicher Beifall des"..."Publikums".

Peter Vagts
in: BERLINER CHORSPIEGEL
März 2004

Sonntagskonzert des Berliner Sängerbundes
im Kammersaal der Berliner Philharmonie 27.04.2008:

"Der Marzahner Kammerchor, der dieses Jahr sein 30-jähriges Bestehen feiert, bot zum Auftakt ein abwechsungsreiches gemischtes Programm mit Kompositionen der Berliner Kurt Schwaen, Herman-Josef Nellessen, Gunther Erdmann und Helge Jung, ergänzt durch Arvo Pärts "Magnificat" und eine Bearbeitung des tschechischen "Az ja pojedu" von Petr Eben. Michael Uhl leitete sehr sensibel und genau und erzielte feinsinnige und klangschöne Wirkungen, die in allen 11 Stücken erfreuten.
Dem Chor gelang es gut, sich von Stück zu Sück stilistisch neu zu orientieren. In der Mitte des Programms wurde des 2007 mit 98 Jahren verstorbenen Komponisten Kurt Schwaen gedacht: Michael Uhl begleitete sehr ein fühlsam das vom Chor gemeinsam mit dem Publikum einstimmig gesungene "Wer möchte nicht im Leben bleiben"! Anschließend wurde Schwaens zarte Vertonung des sorbischen Liebesliedes "Schlafe wohl zur Nacht" vom Chor innig und mit excellenter Artikulation gesungen... Besonders gefiel das schöne Piano und Mezzoforte des Chores (Helge Jung "Al lado de mi ...", Joe Garland/H.J. Nellessen "In the mood" im Schlussteil, Erdmann "Sibirische Badestube" und "Italienischer Sprachführer")."

Peter Vagts
in: BERLINER CHORSPIEGEL
Juni 2008


Konzert in der Evangelischen Kirche Schildow
am 27.06.2008


Die "Märkische Allgemeine" Oberhavel schreibt am 30.06.2008 unter der Überschrift

"KONZERT: Klangperlen zur Sommerzeit
Der Marzahner Kammerchor unter Michael Uhl gastierte in der Schildower Dorfkirche
:"

SCHILDOW - „Ein Genuss!“, „Beeindruckend!“, „Wunderbar!“ Mit solchen Bekundungen und einem seligen Lächeln im Gesicht verließen die Zuhörer die gut gefüllte Kirche von Schildow. Eineinhalb Stunden lang hatte der hochkultivierte Marzahner Kammerchor am Freitagabend die Sommerzeit musikalisch umkränzt. Mit Motetten, Oratoriumsauszügen, Volks- und Kunstliedern, mit Jazz-Adaptionen und Rezitationen. Und mit den Klängen der Orgel: Von der Empore ließ Chorleiter Michael Uhl „Trumpet tune“ aus Händels „Wassermusik“ kraftvoll erschallen und Vivaldis „Frühling“ lieblich jubilieren. ...
Michael Uhl leitet diesen Laienchor, der seit 30 Jahren musiziert, seit 1996. Uhl war ehemaliger Regensburger Domspatz und an der Berliner HdK in den Fächern Schulmusik, Gesang, Klavier und Dirigieren vielseitig ausgebildeter Musik-Künstler. Er entwickelte den Chor zu einem Klangkörper, der bei seinen Auftritten in Konzertsälen, Konzerthäusern, in der Philharmonie, im Dom oder in Kirchen höchsten Ansprüchen genügt...
Der Marzahner Kammerchor, der maximal 40 Mitglieder aller Alters- und vieler Berufsschichten umfasst und diesmal mit 30 auftrat, verfügt über ein Repertoire von der Renaissance über Klassik, Romantik bis zu zeitgenössischer Chorliteratur. In Schildow begann er mit geistlicher Musik, erhielt bei dem klangschönen „Duo seraphim“ von Jacobus Gallus (1550 bis 1591) das erste Mal Szenenapplaus, wusste Anton Bruckners „Locus iste a deo factus est“ zart und aufwühlend zu interpretieren, betörte mit einem achtstimmig gesungenem Auszug aus dem Oratorium „Elias“ von Felix Mendelssohn Bartholdy.

Aufgelockert durch Kästner-Gedichte, rezitiert von Marianne Roch, und einem Sopran-Solo von Heidemarie Schneider führten die Sänger mit dem beschwingten „Horch, was kommt von draußen rein“ oder einer romantischen Brahms-Vertonung in den zweiten Teil über. Zu dessen Höhepunkten gehörten ein temperamentvolles spanisches Volkslied, ein kurzes tschechisches Scherzlied oder das wunderschöne, die Zuhörer besonders ergreifende „Der Mond ist aufgegangen“. Zwischendurch gelang es Michael Uhl, das Publikum mit seinem a cappella singenden Chor auch rhythmisch zu animieren. Etwa durch ein von Josef Nellessen in ein ungewöhnliches und reizvolles Arrangement gesetztes „In the mood“ nach Glenn Miller oder durch das wortreich-pikante Menü von „Tutti frutti“, das neben den akustischen auch die Geschmackssinne anregte. Letzteres eine der Zugaben für das dankbare Publikum. (Von Rotraud Wieland)" - Gekürzt


Konzert im Schlosstheater Rheinsberg
am 09.06.2012

Hierzu erschienen im "Ruppiner Anzeiger" am 11.06.2012 :